Twitter-Aktien rutschen weiter ab – Unternehmen plant weitere Konten-Sperrungen

Ein Foto zeigt das Logo des amerikanischen Online-Social-Media- und Social-Networking-Dienstes Facebook und Twitter auf einem Computerbildschirm in Lille, Frankreich, am 21. Oktober 2020. | Foto: Denis Charlet/AFP via Getty Images

Twitter-Aktien rutschen weiter ab – Unternehmen plant weitere Konten-Sperrungen

CNBC-Analyst Jim Cramer geht davon aus, dass die Twitter-Aktie aufgrund von Trumps Verbannung noch weiter fallen könnte. Twitter zeigt sich unbeeindru

CNBC-Analyst Jim Cramer geht davon aus, dass die Twitter-Aktie aufgrund von Trumps Verbannung noch weiter fallen könnte. Twitter zeigt sich unbeeindruckt und eine Führungskraft plaudert inzwischen darüber, wie sich die Politik der Plattform weiter gestalten soll.

Twitter-Aktien rutschen seit der permanenten Verbannung von Präsident Donald Trump ständig weiter ab. Am Montag gab es einen weiteren Kurseinbruch, berichtet das Finanzportal Investorplace.

Am Montag um etwa 11:20 Uhr ostamerikanischer Zeit wurde die Aktie des in San Francisco ansässigen Unternehmens bei 44.96 US-Dollar gehandelt – ein Minus von 0,50 Prozent. Früher am Tag wurden die Aktien unter 44,60 Dollar gehandelt.

Während der gemeinsamen Sitzung des Kongresses am 6. Januar notierten die Aktien des Unternehmens bei 53,26 Dollar. Bis jetzt ist Twitter im Jahr 2021 um etwa 17 Prozent gefallen.

Letzte Woche warnte der CNBC-Analyst Jim Cramer, dass die Twitter-Aktie aufgrund von Trumps Verbannung noch weiter fallen könnte.

„Ich denke, dass es eine Menge Leute gibt, die buchstäblich wussten, dass der Präsident, die wichtigste Person,“ auf Twitter war, sagte er. Man habe seine Nachrichten ständig überprüfen müssen und musste dann die Leute checken, die über ihn sprachen.

„Es gab einfach diese endlose Welle, dieses Netz, das der Präsident geschaffen hat. Und dann war es wie Aktion und Reaktion, also denke ich, dass der Überraschungsfaktor für viele auf Twitter zu gehen, natürlich der Präsident war, und der ist nun weg“, so Cramer weiter.

Trump hatte mehr als 88 Millionen Follower und seine Tweets hatten in der Regel das meiste Interesse in Form von Retweets, Kommentaren oder „Likes“.

Twitter-CEO Jack Dorsey sagt vor dem Kongress in Washington am 5. September 2018 aus. | Foto: Drew Angerer/Getty Images

„Möglicher Welleneffekt“

Investorplace äußerte Bedenken, dass die Verbannung des Präsidenten noch mehr Wellen schlagen könnte, die zu einem weiteren Rückgang der Aktien führen könnte. Dem Finanzportal zufolge könnten Twitter-Nutzer den Nachrichtendienst aus Angst vor Zensur verlassen und zu anderen Plattformen wechseln.

Twitter-Führungskraft Vijaya Gadde äußert sich in einem geleakten Video, wie sie nach Trumps permanenter Account-Sperrung darüber sprach, welche Politik die Social-Media-Plattform als Nächstes verfolgen wird.

Statt zu entschärfen, werde das Unternehmen dazu übergehen, Konten mit Verschwörungstheorien dauerhaft zu sperren, sagte Gadde in dem geleakten Videoclip. Twitter bestätigte gegenüber Nachrichtenagenturen, dass es authentisch sei.

„Vieles von dem, was wir hier gelernt haben, haben wir von anderen Märkten gelernt. In diesem Sinne haben wir das Gefühl, dass dies unser globaler Ansatz ist“, sagte sie über die nächste Welle von Konto-Sperrungen.

Sie fügte hinzu: „Wir müssen uns sehr darauf konzentrieren, in der Lage zu sein, jede dieser Richtlinien oder Entscheidungen durchzusetzen, die wir in großem Umfang treffen.“

Twitter erklärte, dass das Unternehmen Trumps Konto angesichts des Einbruchs im US-Kapitol gesperrt hat. Es behauptet, dass Trumps Kommentare auf der Plattform zu Gewalt anstiften könnten, obwohl Trump seine Anhänger nie zu Gewalttaten aufgerufen hat. (nmc) 

(Mit Material von The Epoch Times USA)