Beweise häufen sich, dass der Angriff auf das Kapitol vorgeplant war

Beweise häufen sich, dass der Angriff auf das Kapitol vorgeplant war

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wird von seinen Gegnern beschuldigt, seine Anhänger zum „Sturm“ auf das Kapitol in Washington angestiftet zu h

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump wird von seinen Gegnern beschuldigt, seine Anhänger zum „Sturm“ auf das Kapitol in Washington angestiftet zu haben. Das FBI hat jedoch inzwischen eine Menge Beweise, dass alles schon vorher von den Akteuren geplant war. Dies spricht gegen den Vorwurf, dass Trump der „Anstiftung zum Aufruhr“ schuldig ist. 

Das Amtsenthebungsverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump rückt näher. Derzeit häufen sich die Beweise, dass der Einbruch in das Kapitol am 6. Januar bereits im Voraus geplant worden war.

Das FBI hat im Rahmen des Strafverfahrens gegen die angeklagten Akteure des Kapitol-Einbruchs eine Reihe von eidesstattlichen Erklärungen gesammelt und jetzt vorgelegt, darunter auch, dass es sich um eine Verschwörung handelte. Das beweist, dass der Einbruch bereits vorgeplant war.

Kritiker des Amtsenthebungsverfahrens gegen Trump fühlen sich bestärkt, dass der Vorfall nicht durch die Rede des Präsidenten verursacht wurde.

Senator Lindsey Graham (R-S.C.) sagte kürzlich, dass Teile des Vorfalls im Kapitol lange vor Trumps Rede am 6. Januar vorbereitet worden waren. Trumps Ankläger haben die Rede jedoch als einen Aufruf zum Sturm auf das Gebäude beschrieben.

Trump schien mit seinen Worten: „Wir wie die Hölle kämpfen und wenn Sie nicht wie die Hölle kämpfen, werden Sie kein Land mehr haben“, sich allgemein auf politische Aktionen zu beziehen. Später rief er seine Unterstützer auf, „friedlich und patriotisch“ ihre Stimmen zu erheben.

Graham sagte am 1. Februar in einem Interview auf „Fox News“: „Es gibt immer mehr Beweise, dass die Leute, die nach Washington kamen, den Angriff vorgeplant haben, bevor der Präsident überhaupt gesprochen hat.“

„Wenn Sie diese Büchse der Pandora öffnen, bedeutet das, dass das FBI eintritt und uns erzählt, wie die Leute diesen Angriff vorgeplant haben und was mit der Sicherheitsausstattung des Kapitols passiert ist“, sagte er.

Ähnlich argumentierte Trumps Sohn Donald Trump Jr. in einem Tweet im vergangenen Monat: „Wenn diese Bundesvollzugsbehörden vorher wussten, dass dies ein geplanter Angriff war, dann hat POTUS nichts angestiftet.“

Donald Trump Jr. nimmt 2019 an einer französisch-amerikanischen Zeremonie auf dem amerikanischen Friedhof in der Normandie in Nordwestfrankreich teil. | Foto: MANDEL NGAN/AFP via Getty Images

Hinweise auf Vorplanung

Überprüft man einige der eidesstattlichen Erklärungen in den Fällen des Kapitol-Einbruchs, gibt es Hinweise auf eine Vorplanung.

Eine eidesstattliche Erklärung (pdf), die im Fall gegen Thomas Caldwell eingereicht wurde, zeigt, dass Caldwell und andere den Einbruch zum Teil im Voraus geplant haben. Caldwell wird eine führende Rolle in der Gruppe der Oath Keepers zugeschrieben. Er ist wegen Verschwörung und Verschwörung zur Behinderung oder Verletzung eines Beamten angeklagt.

„Wie hierin ausführlicher beschrieben, plante CALDWELL mit DONOVAN CROWL, JESSICA WATKINS und anderen bekannten und unbekannten Personen, das US-Kapitol gewaltsam zu stürmen“, heißt es in der eidesstattlichen Erklärung.

„Beweise, die im Laufe der Untersuchung aufgedeckt wurden, zeigen, dass CALDWELL, CROWL, WATKINS und andere sich nicht nur verschworen haben, das US-Kapitol am 6. Januar 2021 gewaltsam zu stürmen – sie kommunizierten im Vorfeld miteinander und planten ihren Angriff.“

Das Dokument erwähnt die Kommunikation zwischen Watkins und anderen mutmaßlichen „Oath Keepers“ während des Überfalls auf das Kapitol und stellt fest, dass eine Person, von der das FBI glaubt, dass sie Watkins ist, sagte: „Wir haben eine gute Gruppe. Wir sind etwa 30-40 Leute. Wir halten zusammen und halten uns an den Plan.“

Demonstranten vor dem U.S. Capitol Building am 6. Januar 2021 in Washington, DC. | Foto: Tasos Katopodis/Getty Images

Die Anklagedokumente (pdf) gegen Eric Munchel und seine Mutter, Lisa Eisenhart, die beide wegen Verschwörung angeklagt sind, verweisen auf einen Artikel in der Londoner „Times“ vom 10. Januar. In diesem bestätigte Eisenhart, dass die beiden als „Beobachter“ in das Kapitol eingedrungen sind. Munchels Einbruch wird jedoch als „Muskeltraining“ bezeichnet.

„Wir wollten zeigen, dass wir bereit sind, uns zu erheben, uns zusammenzuschließen und zu kämpfen, wenn nötig. Genauso wie unsere Vorväter, die dieses Land 1776 gegründet haben“, sagte Munchel dem Blatt. „Es war eine Art Muskeltraining.“

„Wir gingen nicht mit der Absicht hinein, die Polizei zu bekämpfen. Der Grund, in das Gebäude zu gehen, war, ihnen zu zeigen, dass wir es können und wir werden es tun.“

Planung eines „Bürgerkriegs“

Alex Harkrider, der wegen Verschwörung und unerlaubtem Eindringen mit einer gefährlichen Waffe angeklagt ist, wurde in einer eidesstattlichen Erklärung (pdf) beschuldigt, Aussagen über die Planung eines „Bürgerkriegs“ gemacht zu haben.

In der eidesstattlichen Erklärung heißt es, dass ein Zeuge das FBI kontaktierte und behauptete, sie hätten Fotos von Harkriders Social-Media-Seiten, die zeigen, wie er erklärte, er und andere würden „einen Bürgerkrieg planen“.

Eine eidesstattliche Erklärung (pdf) im Verfahren gegen Andrew Bennett, der wegen ordnungswidrigen Verhaltens auf dem Gelände des Kapitols angeklagt ist, besagt, dass „Bennett am 4. Januar 2021 folgendes zusammen mit einem Foto einer Karawane von Fahrzeugen auf einer Straße mit amerikanischen Flaggen gepostet hat:

„Ihr solltet euch darauf einstellen, dass das Chaos kommt und ich am 1.6.2021 in DC sein werde, um für meine Freiheit zu kämpfen!“

In der Zwischenzeit hat das FBI bestätigt, dass es andere Strafverfolgungsbehörden, einschließlich der US-Kapitolspolizei darüber informierte, dass es am Tag vor dem Überfall auf das Kapitol eine Online-Nachricht über einen „Krieg“ und die Stürmung des Gebäudes gab.

Das FBI erklärte am 12. Januar, dass die Warnung durch die Joint Terrorism Task Force herausgegeben wurde. Die US-Kapitolspolizei hat Mitglieder in der Task Force, berichtete die „Associated Press“.

„Washington Post“ berichtete, dass ein FBI-Bericht beschrieb, dass die Leute Karten über die Tunnel des Kapitols ausgetauscht hätten. Sie hätten über Einzelheiten der Ralley und wo sie sich treffen, um nach Washington zu reisen, diskutiert.

Die Zeitung berichtete auch, dass das Dokument detaillierte Beiträge zum Aufruf zur Gewalt enthielt, einschließlich, dass „der Kongress brechendes Glas hören muss, Türen eingetreten werden, und Blut von ihren BLM und Pantifa Sklavensoldaten vergossen werden wird.“ 

Das Original erschien in The Epoch Times USA mit dem Titel: Evidence Mounts that Capitol Breach Was Pre-Planned, Eroding Incitement Allegation in Trump Impeachment Trial (Deutsche Bearbeitung von nmc)